Wirtschaftsmediation
Jeder kennt das Sprichwort: "vor Gericht und auf hoher See ist man allein in Gottes Hand". So mancher wird auch genau das empfinden, wenn er seine ureigensten Interessen in die Hände der Justiz legt/legen muss.
Abgesehen davon, dass ein Gerichtsverfahren einiges an Kosten verschlingen wird, eine erhebliche Zeit in Anspruch nehmen wird und einiges an Potenzial innerhalb eines Unternehmens blockiert, erscheint es doch wenig unternehmerisch gedacht, Prozesse innerhalb eines Unternehmens, das man selbst - vielleicht - gegründet hat und in einem einigermaßen erfolgreichen Fahrwasser bewegt, anderen zu überlassen.
Und genau an dieser Stelle setzt die Mediation an. In echter Eigenverantwortung innerhalb der Bearbeitung eines Konfliktes kann der Unternehmer hier selbst handeln. Die Lösung eines Konfliktes innerhalb des Unternehmens wird vom Unternehmer (als Konfliktpartei) selbst mitentwickelt. Allein das führt meist dazu, dass diesen Lösungsvereinbarungen der bittere Beigeschmack fehlt, den so manches hart erstrittene Gerichtsurteil mit sich bringt.
Auch gute Geschäftsbeziehungen können sich verschlechtern. Oft hilft ein dann moderiertes Gespräch, das die Sichtweisen und Gründe für das jeweilige Handeln verdeutlicht. Mediation eignet sich hervorragend, die Wichtigkeit der Geschäftsbeziehung zu unterstreichen, indem sehr viel Engagement für eine funktionierende Kommunikation aufgewendet wird.
Dies gilt vielleicht besonders für die interne Personalpolitik, in der Mediation bereits das Signal ist, dass die Unzufriedenheit einzelner Mitarbeiter nicht ignoriert wird. Ein effizientes Miteinander der Beschäftigten hat wirtschaftlich nur Vorteile für das Unternehmen und wird als positive Fürsorge des Unternehmens interpretiert.

